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Der Heinrich-Schütz-Chor Heilbronn gibt diesen Sonntag, 17 Uhr, zusammen mit dem Heilbronner Sinfonie Orchester ein großes Konzert in der Kilianskirche mit Bruckners Messe Nr. 1 und Schuberts Sinfonie die "Unvollendete". Unser Redakteur Uwe Grosser hat sich mit dem künstlerischen Leiter dieses Projekts, Michael Böttcher, über das Programm unterhalten.

 

Was ist das Besondere an Bruckners Messe?

Michael Böttcher: Da gibt es verschiedene Besonderheiten. Zum einen ist es Bruckners erste lateinische Messe in der großen Form. Die musikalische Besonderheit ist, dass die Messe sinfonisch gedacht ist. Das heißt: Der Chor hat sehr viel zu tun, wird aber behandelt wie ein Orchesterregister. Es gibt Holzbläser, Blechbläser und Streicher sowie den Chor. Und jedes Register hat eigene Aufgaben, so auch der Chor.

 

Wieso stellen Sie der Messe die "Unvollendete" von Schubert zur Seite?

Michael Böttcher: Da gibt es einen pragmatischen Grund: Die Messe dauert nur 50 Minuten, da muss also noch was kommen. Weil die Aufgaben für den Chor bei dieser Messe sehr groß sind, können wir nicht noch ein zweites Chorwerk bieten. Der künstlerische Grund ist, dass es zwischen Schubert und Bruckner eine klare stilistische und ästhetische Verbindung gibt. Die Art des Umgangs mit Melodik, mit Harmonik, das ist ein direkter Weg von Schubert zu Bruckner.

 

Wie war die Probenarbeit des Chors im Vergleich zu den Großprojekten, die er schon bewältigt hat?

Michael Böttcher: Im Grunde genommen war sie ganz normal wie schon bei den großen Bach-Werken in den vergangenen Jahren. Allerdings haben wir diesmal eine Stimmbildungsinitiative ins Leben gerufen, was aber nicht unbedingt an Bruckner liegt. Wir hätten das sowieso gemacht. Drei Stimmbildner haben sich um die Chormitglieder gekümmert.

 

Wie viele aktive Mitglieder hat der Schütz-Chor aktuell?

Michael Böttcher: Bei der Bruckner-Messe werden knapp 60 Sängerinnen und Sänger dabei sein.

 

Haben Sie Nachwuchsprobleme?

Michael Böttcher: Ja, aber ich sehe das nicht als Problem, sondern als Aufgabe. Diese Aufgabe versuchen wir als Schütz-Chor auf die Art anzugehen, dass wir attraktive Programme bieten wie etwa zuletzt das Großprojekt "Wie im Himmel" zusammen mit dem Stadttheater.

 

 

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